Der beste Boden für den Kräutergarten

Ein Kräuterbeet ist für Hobbygärtner wahrscheinlich die beste Möglichkeit, auch auf kleinstem Raum und mit geringem Aufwand einen vielseitigen Nutzgarten anzulegen. Wer in der Küche gerne auf selbst gezogene Lebensmittel zurückgreift und gleichzeitig Balkon und Fensterbank begrünen möchte, schlägt mit einer Auswahl verschiedener Küchenkräuter gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Kraeutergarten
Die Beschaffenheit des Bodens ist ein wichtiger Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg beim Anlegen eines Kräutergartens entscheiden kann. © kkgas / istockphoto.com

Auch für blutige Anfänger in der Hobbygärtnerei sind Kräuter aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit bestens geeignet. Welche Kräuter nicht fehlen dürfen und worauf man achten sollte, wird hier erklärt.

Die zwei zentralen Umweltbedingungen für jede Pflanze sind Licht und Boden. Erstere ist schnell abgehandelt, denn fast alle Kräuter lieben ein sonniges Plätzchen und sollten mindestens halbtags direktes Sonnenlicht abbekommen. Die Ausnahmen von dieser Regel werden weiter unten aufgeführt. Eine etwas kniffligere Frage betrifft die Auswahl des richtigen Bodens, denn hier gibt es einige Unterschiede, die man als Kräutergärtner beachten sollte. Entweder man geht Kompromisse ein und mischt ein Substrat, dass allen Kräutersorten mehr oder weniger gerecht wird, oder man bepflanzt mehrere Töpfe mit unterschiedlichen Substraten. Gute Hilfestellungen und Tipps bieten die Seiten über Kräuter bei Gartencenter.de.

Einen Kräutergarten anlegen: Tipps zur Auswahl der Pflanzen

Um die Auswahl zu erleichtern, hier eine Liste beliebter Kräuter, sortiert nach ihren jeweiligen Ansprüchen an Licht und Boden; vom vollsonnigen Standort mit eher magerem Boden zu den schattigen Standorten mit schweren, eher feuchten Böden. Für alle Kräuter gilt: der Boden sollte locker und wasserdurchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet.

Sonnig-mediterran, magere Böden

Thymian und Rosmarin sind Gewächse aus trockenen, südlichen Regionen. Sie gedeihen am besten auf sandigen bis steinigen Böden und eignen sich daher sehr gut für die Bepflanzung von Steingärten. Kalkreiche Böden sind eine gute Wahl für Salbei. Auch Dill hat es gerne kalkig, hier sollte der Boden allerdings schon humusreicher sein. Minze ist recht anspruchslos und sprießt auch auf eher trockenem, ödem Boden.

Gemäßigtes Klima, humusreich, nicht zu nass

Lockerer, humusreicher Boden ist gut für Estragon. Das gleiche gilt für Kapuzinerkresse, die genau genommen nicht zu den Kräutern zählt, aber dennoch nicht fehlen sollte. Die jungen Blätter eignen sich für Salate, die geschlossenen Knospen und unreifen Samen werden in Essig eingelegt und dienen als Kapernersatz. Majoran wächst ebenfalls am besten auf humuslastigen Böden.

Halbschattig, nährstoffreich und feucht

Das sehr feine Wurzelwerk der Minze benötigt feuchten, lockeren Humus. Die wuchsfreudige Pflanze bevorzugt eher schattige Standorte. Blattpetersilie wächst eigentlich überall, aber am besten halbschattig und in sandiger, leicht lehmiger und Erde.

Wer die Vorlieben und Bedürfnisse der verschiedenen Kräuter berücksichtigt, wird sich schnell an einem ansehnlichen Kräutergarten erfreuen können. Weitere Informationen und Kochrezepte zu verschiedenen Kräutern bietet das Kräuterlexikon auf Gartencenter.de. Viel Spaß beim Pflanzen und Kochen!

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