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Der Naturpool

Der Naturpool © Rainer Sturm by Pixelio

Ein Swimmingpool, der ganz ohne chemische Zusätze oder Behandlungen auskommt und dabei Mensch und Natur einen Raum zum Leben und Erholen bietet, ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Solch ein Paradies findet man in einem Naturpool, der künstlich angelegt wird und sich am Beispiel natürlicher Gewässer orientiert. Wie bei diesen werden auch im Naturpool die biologischen Selbstreinigungsprozesse aus einem perfekt abgestimmten Zusammenspiel von Nutz- und Regenerationszone mit einer entsprechenden Bepflanzung genutzt. Technische Hilfsmittel, wie eine biologische Filteranlage oder ein Skimmer greifen allenfalls unterstützend ein. Der Filter wird mit verschiedenen Filtermaterialien gefüllt, in denen Mikroorganismen tätig sind und somit ausschließlich biologische Prozesse ablaufen. Jede Poolgröße benötigt dabei ein besonderes Fingerspitzengefühl bei der optimalen Zusammenstellung des Filters, das der Gartenbau- Fachbetrieb hat. Ein Skimmer ist eine technische Vorrichtung, die ständig das Oberflächenwasser ansaugt, umwälzt und dabei Laub und andere grobe, noch schwimmende Verunreinigungen in einen Auffangkorb befördert. Ist zwischen beiden Zonen kein Wasseraustausch möglich, muss dies künstlich geschehen. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei der Pumpenschacht. Innerhalb des Naturpools müssen dafür Mindestabstände eingehalten werden. Vom Gartenbau- Fachbetrieb werden diese eingeplant und ordnungsgemäß beim Bau umgesetzt.
Fachgerechte Beratung, Planung und Projektdurchführung erhält man bei einem Gartenbau- Fachbetrieb. Eine umfangreiche Beratung und Planung ist notwendig, wenn man einen pflegeleichten Naturpool sein Eigen nennen will. Denn es spielen viele Faktoren eine Rolle, um dies zu erreichen. Bei der Standortwahl sind angrenzende Bepflanzungen, Sonneneinstrahlung und Wind entscheidend. Eine Errichtung in Wohnhausnähe bietet Vorteile für den Badegast und für das Betreiben der technischen Poolanlagen. Zur Wahrung der Privatsphäre ist ein Sichtschutz unerlässlich. Ein sonniger Standort trägt zur natürlichen Wassererwärmung und in Flachwasserbereichen zu einer Veränderung des ph-Wertes und damit zu einem verstärkten Algenwachstum bei. Ein windgeschützter Standort wird beim Baden als angenehmer empfunden, da das Wasser langsamer abkühlt. Allerdings kann man auch den Wind gezielt nutzen. So sorgt der Wind für eine Bewegung der Wasseroberfläche und damit für eine Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff. Wenn der Gartenbau- Fachbetrieb einen Skimmer gezielt platziert, bläst der Wind grobe Verunreinigungen in den Auffangkorb des Gerätes. Sollten sich in der Nähe Bäume oder Sträucher befinden, treten vermehrt Pollen, Samen und Laub auf, die das Wasser verunreinigen, weil sie dem Wasser Nährstoffe zuführen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die Wurzeln die Abdichtung des Naturpools beschädigen. Eine gute Planung, wie man sie vom Gartenbau- Fachbetrieb erhält, ist also unerlässlich.

Die Reinigung des Naturpools

Wenn man sich nun fragt, wie der Selbstreinigungsprozess im Naturpool funktioniert, geplant und umgesetzt wird, ist man beim Gartenbau- Fachbetrieb richtig. Je nach Größe und Bauart des Naturpools kann der genaue Aufbau variieren. Hierzu wurde ein Regelwerk herausgegeben, das für einen Naturpool auch Wasserwerte empfiehlt. Die Nutzzone ist die ausschließliche Badezone im Naturpool. Für die Klärung des Wassers ist die Regenerationszone zuständig. Hier werden verschiedene Wasserpflanzen gesetzt. Eine geeignete Pflanzenauswahl zwischen Schwimmblatt-, Unterwasser-, Wasser- und Regenerationspflanzen trifft man am besten gemeinsam mit dem Gartenbau- Fachbetrieb. Hohe Gräser und Schwimmblattpflanzen sorgen für eine Beschattung des Wassers und tragen so für eine optimale Wasserqualität bei..
In Wurzelnähe der gesetzten Pflanzen befinden sich Mikroorganismen, die die Nährstoffe im Wasser, wie chemische Schadstoffe sowie pflanzliche und tierische Abfallstoffe biologisch aufbereiten. Dies stellt die Nahrung der Wasserpflanzen dar, die so das Wasser reinigen. Nährstoffe werden dem Naturpool- Wasser auf unterschiedliche Art zugeführt. Zum einen kann bereits das Auffüllwasser, wie das Leitungswasser, sehr nährstoffreich sein, insbesondere im Hinblick auf den Phosphatgehalt. Zum anderen sind Regenwasser, tote Pflanzenreste oder versehentlich zugefügter Gartendünger Nährstofflieferanten. Durch gezielte Pflegemaßnahmen lässt sich ein Nährstoffüberschuss vermeiden. Dazu stellt bereits der Gartenbau- Fachbetrieb einen vorausschauenden Pflegeplan für den Naturpool auf, der notwendige Arbeiten und deren zeitliche Abfolge festlegt. Zu den regelmäßigen Arbeiten gehören Wasserproben, um alle relevanten Wasserwerte zu kontrollieren, Sichttiefen- und Wassertrübungskontrollen, Laub und andere grobe Verunreinigungen mit einem Kescher abfischen, im Herbst den Teichgrund mit einem Schlammsauger absaugen und übermäßiges Pflanzenwachstum durch Rückschnitt eindämmen. Damit verhindert man bereits im Herbst, dass sich Algen im zeitigen Frühjahr stark vermehren. Denn Algen lieben eine warme, sonnige Umgebung und nährstoffreiches Wasser. Einzelne Pflegearbeiten im und am Naturpool werden auch vom Gartenbau- Fachbetrieb übernommen.

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