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Geschichte

Seit einiger Zeit findet neben den bekannteren Küchenkräutern auch manch unbekannte Heilpflanze ihren Weg zurück in den heimischen Garten. Der Begriff „Heilpflanze“ stammt allerdings nicht aus der Botanik, sondern aus der Pflanzenheilkunde. Eine Heilpflanze kann jede Pflanze sein- insofern sie hilft, eine Krankheit zu heilen, vorzubeugen oder zu lindern.

Die Renaissance der Heilkräuter in unseren Hausgärten – © Petra Bork by Pixelio.de

Am beliebtesten und bekanntesten unter den Kräutern sind ja die Salatkräuter wie Schnittlauch, Petersilie oder Bärlauch. Gerade der Bärlauch wird als Immunstärkendes Kraut immer beliebter. Aber wer kennt z.B. noch die Pimpinelle oder den Borretsch als Heilkräuter? Früher noch in den Hausgärten weit verbreitet, findet man diese wohl kaum im Kräuterangebot des Supermarktes und damit auch bald nicht mehr im kollektiven Kräutergedächtnis. Dabei soll die Pimpinelle den Stoffwechsel anregen und bei Verdauungsschwächen helfen. Und das Öl des Borretsch-samens findet z.B. Verwendung in der Behandlung von Neurodermitis.

Sträucher als Heilpflanzen?! Holunder, Wacholder und Weißdorn für’s körperliche Wohlbefinden

Aber nicht nur Küchenkräuter haben in Maßen genossen ihre heilende Wirkung und helfen dabei, Körper, Geist und Seele im Einklang zu halten. Auch hinter manch unscheinbarem Wald- und Wiesengewächs der Natur verbirgt sich tatsächlich eine Heilpflanze. Wer denkt schon daran, dass Holunder Erkältungskrankheiten vorbeugt, oder die Wacholderbeere entwässernd wirkt und Harninfektionen entgegen wirken kann?

Der sog. zweigriffige Weißdorn (Crataegus laevigata) indes ist z.B. ein Blütenstrauch aus der Familie der Rosengewächse, der in vielen unterschiedlichen Arten auf Feld und Flur anzutreffen ist. Sein Name lässt sich von seinen weißen Blüten ableiten und von seinen Dornenansätzen. Das hält ihn aber nicht davon ab, allerlei Singvögeln Unterschlupf zu bieten. Gleichzeitig ist er noch Nektarlieferant für diverse Insekten und seine Beeren sind Futterquelle für 32 Vogelarten!
Seit dem 19. Jh. ist seine heilende Wirkung bei Herz- und Kreislaufschwächen auch wissenschaftlich bekannt. Dabei unterstützen seine Inhaltsstoffe die Sauerstoffversorgung des Herzens und können sowohl bei Bluthochdruck als auch bei niedrigem Blutdruck wirken.

Mehr Informationen erhalten sie auch unter www.docjones.de .

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