RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Gartenteich » Gartenteich fachgemäß anlegen: Das sollten Sie wissen!

Ein Teich im Garten bildet das Zentrum einer jeden Grünfläche und fungiert nicht nur als Gestaltungselement für den Garten, sondern ist die Grundlage eines ganzen Ökosystems. Die sachgemäße Planung und Anlegung eines Gartenteichs will dabei gut durchdacht sein und ist für die Langlebigkeit des Teichs von großer Bedeutung.

Der Teich im Garten bietet viele Vorzüge: Er ist ein Ort der Ruhe, gleichzeitig aber auch ein Raum, an dem viel Leben existiert. So können Sie am Morgen beobachten, wie eine Seerose ihre Blüten öffnet, ein Frosch auf Mücken wartet und eine Libelle über das Wasser streift. Damit Sie diesen vielfältigen Ort auch lange genießen können, muss der Gartenteich optimal geplant und angelegt werden. Nachfolgend Tipps und Tricks, wie Sie das Projekt „Teichbau“ erfolgreich verwirklichen können.

Den richtigen Standort für den Gartenteich finden

Natürlicher Teich im Garten.

Abgebildet ein natürlicher Teich nach seiner Fertigstellung. © Rainer Sturm / pixelio.de

Die Positionierung eines Gartenteichs hängt von mehreren Faktoren ab. Ist er nicht allzu naturnahe, kann er in Reichweite der Terrasse gesetzt werden, um ihn schön im Blick zu haben. Ist der Gartenteich allerdings geplant worden, um eine Vielfalt an Tieren anzulocken, sollte er nicht zu dicht am Haus angelegt werden. Handelt es sich um einen schräg fallenden Garten, wirkt es natürlicher, wenn der Gartenteich an der tiefsten Stelle angelegt wird. In der Mitte sieht er schnell deplatziert aus.

Ein heikles Thema stellt auch die Sonneneinstrahlung pro Tag auf den Teich dar. Einerseits benötigen Wasserpflanzen Sonnenlicht, um zu wachsen, andererseits wird das Algenwachstum durch die Erhitzung des Wassers gefördert. Als allgemeiner Richtwert können fünf Sonnenstunden pro Tag gewertet werden. Auch auf genügend Abstand zu diversen Leitungen wie Strom, Abwasser und Gas sollte geachtet werden und unbedingt ein wesentlicher Bestandteil der Planung sein und beim Anlegen des Gartenteichs genauestens beachtet werden. Bedenken Sie des Weiteren, den Teich nicht in die Nähe von Bäumen mit flachem Wurzelwerk zu legen, da diese die Grundstruktur des Teichs beeinträchtigen könnte. Zu diesen Baumarten zählen unter anderem die Birke, Bambus und Bäume der Gattung Phyllostachys.

Form und Größe eines Gartenteichs

Beim Anlegen eines Gartenteichs gilt das Prinzip: je größer desto besser! Das natürliche Ökosystem kann sich bei einer großen Wassermenge schneller entwickeln und den Teich somit pflegeleicht machen. Zudem wirkt der Teich dadurch auch nicht künstlich und bildet ein ausgewogenes Ganzes. Zu natürlichen Gärten passen geschwungene Teiche, bei architektonisch angelegten Gärten eignen sich rechteckige, kreisrunde oder elliptische Wasserbecken. Beachten Sie, dass bei einer gewissen Größe eine Baugenehmigung von Nöten ist und diese von Bundesland zu Bundesland verschieden sein kann. Meistens müssen Gartenteiche, die über 100 Kubikmeter Volumen oder eine Wassertiefe von mehr als 1,5 Meter haben, baubehördlich genehmigt werden. Diese Vorschriften treten vor allem ein, wenn ein Schwimmteich angelegt werden will und werden bei Verstößen mit Baustopp, Beseitigungsverfahren und Bußgelder bestraft.

Welches Material zum Auskleiden?

Zur Option steht ein Teichbau mit Beton, mit Teichfolie, mit Lehm oder im einfachsten Fall mit einem schon vorgefertigten Teichboden. Der Teichbau mit Beton hat einige Vorteile, vor allem, weil er gegen Umwelteinflüsse resistent ist. Auch die Teichfolie ist besonders widerstandsfähig und lässt sich zudem auch einfach an jede beliebige Form anpassen. Der Lehmboden stellt bei einer Tiefe von mindestens 30 Zentimetern die wasserundurchlässigste Form der Teichauskleidung dar. Wer es ganz einfach haben möchte, kann sich ein vorgefertigtes Teichbecken anschaffen, welches beim Anlegen eines Gartenteichs nur noch in die Erde eingearbeitet werden muss.

Anlegen eines Gartenteichs mit Folie

Nachdem die oberen Punkte beachtet wurden, wird zuerst die Fläche, in der der Gartenteich angelegt werden soll, ausgehoben. Die ausgehobene Teichfläche wird anschließend mit Sand bedeckt und mit einem Teichflies ausgelegt. Nachdem die Größe der Teichfolie ermittelt wurde kann begonnen werde, diese im Teich zu platzieren. Ist das erledigt, kann Kies um den Teich herum gestreut, Wasser eingefüllt und überschüssige Folie entfernt werden. Anschließend beginnt der kreative Teil der Arbeit: Wasserblumen, Schilf und Fische können in den Gartenteich eingesetzt werden. Nun können sie zusehen, wie sich Ihr Teich zu einem ansehnlichen und abwechslungsreichen Naturspektakel entwickelt und viele schöne Stunden an Ihrem neu angelegten Gartenteich verbringen.

Kommentar abgeben

© 2014 Gartenbau-Wissen.de · RSS:ArtikelKommentare