RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Beet » Einen eigenen Gemüsegarten anlegen – Schritt für Schritt zur gesunden Selbstversorgung

Wenn Sie Ihr eigenes Obst und Gemüse anlegen, wissen Sie was auf den Tisch kommt: frisch, gesund, lecker und gleich vor der Nase. Ein eigener Gemüsegarten spart den Weg zum Supermarkt und bietet eine erfüllende Freizeitbeschäftigung, benötigt aber auch Platz, Zeit und Geduld. Es ist von Vorteil, Erfahrung mitzubringen, wenn Sie Ihren Garten mit Obstbäumen, Gemüsebeeten oder einem Gewächshaus verschönern möchten.

Balkonbesitzer und Kleinbeetgärtner geben sich mit begrenzten Flächen zufrieden, aber schon ein mittelgroßer Garten eines fortgeschrittenen Hobbybauern verlangt beinahe nach einem gut organisierten Obst- und Gemüseanbau. Überschätzen Sie sich aber nicht und lasten Sie sich nicht zu viel Arbeit auf, damit der Spaß nicht verloren geht! Planen Sie, welches Obst und Gemüse Sie anbauen möchten, und berücksichtigen Sie dabei die Vorlieben Ihrer Familie.

Wege im Gemüsegarten können befestigt oder unbefestigt sein. © Gartenbau-Wissen.de

Planen Sie Ihren Gartenraum

Finden Sie einen geeigneten Ort für Ihr Gemüsebeet. Es sollte auf genügend Licht und guten Boden geachtet werden. Ein 10 m² großes Areal eignet sich perfekt für viele verschiedene Gemüsesorten. Jedes einzelne Beet wird mit einer eigenen Gemüsesorte bepflanzt, sollte zirka 1 m -1,30 m breit sein und mit einem Weg von den anderen abgegrenzt werden. Wege zwischen den Beeten können unbefestigt bleiben um die zu bepflanzende Fläche später beliebig zu vergrößern oder verkleinern. Entscheiden Sie sich für eine Befestigung, empfiehlt sich die Verwendung von Pflastersteinen oder Beetplatten. Zur Abgrenzung und Verschönerung Ihres Gemüsegartens bieten sich Beeteinfassungen aus Stein oder Metall an.
Obstbäume und -sträucher bringen nicht nur frische Äpfel, Kirschen oder Beeren hervor, sondern sehen in der Blütezeit auch schön aus und erfreuen heimische Bienen. Pflanzen Sie sie etwas entfernter vom Gemüsebeet an.
Möchten Sie gern exotische Gewächse und Kräuter das ganze Jahr über halten, empfiehlt sich ein Gewächshaus. Beachten Sie erhöhte Energiekosten wenn Sie es beheizen wollen.

Bewusstes Anlegen

Beim Anlegen Ihres Gemüsegartens müssen Sie beachten, dass alle Gemüsearten unterschiedliche Ansprüche haben: Bewässerung, Wachstumszeit, Nährbodenbedingungen und so weiter. Manche Sorten sollten nicht nah beieinander wachsen, weil sie einander beeinträchtigen können, andere beeinflussen einander positiv. Um den Nährboden optimal zu nutzen, gibt es gute Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Beetreihen (zum Beispiel Tomaten und Stangenbohnen neben Wurzelgemüse). Ein professioneller Gärtner wird Ihnen sowohl zu diesem Thema als auch zur Qualität Ihres Bodens und geeigneten Düngemitteln gern Rede und Antwort stehen.

Geeignete Lagerung

Mit einem eigens abgelegten Gemüsegarten ist es möglich, sich komplett selbst zu versorgen – eine gute Ernte kann aber auch des Guten zu viel bedeuten! Damit die Früchte Ihrer Arbeit nicht verschimmelt auf dem Kompost landen, sollten Sie sich um deren geeignete Lagerung kümmern. Bewahren Sie Äpfel gesondert auf, weil sie bei der Reifung Ethylen ausdünsten. Dieser Stoff beschleunigt die Reifung anderer Früchte. Erbsen lassen sich gut einfrieren, bei Radieschen und Möhren schneidet man am besten das Grün ab, damit es ihnen nicht die Feuchtigkeit entzieht.
Wenn Sie und Ihre Familie die Ernte unmöglich selbst verzehren können, freuen sich Nachbarn sicherlich über frisch Gepflücktes. Sie können überschüssiges Obst und Gemüse auch einmachen. Selbst gemachte Marmeladen, Kompott und Kuchen eignen sich hervorragend als Geschenk oder Mitbringsel für Freunde und Familie.

© 2015 Gartenbau-Wissen.de · RSS:Artikel