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Italienischer Garten

Ein Italienischer Garten ist oft Teil einer Villa © Clemensfranz - Wikimedia

Obwohl diese Begriffe häufig Synonym verwendet werden, ist ein italienischer Garten nicht mit einem mediterranen Garten gleichzusetzen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Form der Gartengestaltung, die vor allem im südeuropäischen Raum anzutreffen ist – insbesondere in Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und in Griechenland. Durch den gezielten Einsatz von mediterraner Gartendeko lässt sich die mediterrane Gartengestaltung aber auch problemlos in nördlicheren Regionen – wie zum Beispiel in Deutschland – realisieren. Ein italienischer Garten hingegen ist eine prunkvolle Gartenanlage, die über viele Jahrhunderte hinweg nur reichen Bürgern mit großzügigen Villen oder Palästen vorbehalten war.

Geschichte des Italienischen Gartens

Seinen Ursprung hat der italienische Garten im Italien der Renaissancezeit. Damals kam es erstmals in Mode, sich im Freien aufzuhalten anstatt immer nur im Salon. Dies führte auch zu einer ersten Hochphase der Gartenbau-Kunst. Vor allem in Florenz, Rom und Venedig erfreute man sich an den vielfältigen Möglichkeiten der Gartengestaltung. Außerdem war es zu dieser Zeit in Mode, prunkvolle Villen am Stadtrand zu beziehen. Diese beiden Trends wurden daher oftmals miteinander verbunden. Daher kommt es, dass ein italienischer Garten oftmals Teil einer Villa ist.

Italienischer Garten: Die typischen Merkmale

Typisch für einen italienischen Garten ist, dass er oftmals an einem Hügel angelegt wurde. Diese Art des Gartenbaus hat sich in Italien bis heute erhalten, wie man auch oft an einem mediterranen Steingarten erkennen kann. Ähnlich wie bei einem Bauerngarten werden die verschiedenen Abteilungen des Gartens durch geradlinige Buchsbaum-Reihen voneinander getrennt. Ein italienischer Nutzgarten dient in erster Linie der Ästhetik – der Anbau von Nutzpflanzen ist zweitrangig. Aus diesem Grund werden dort häufig verschiedene Büsche und Hecken angebaut. Diese werden nach geometrischen Vorlagen zurechtgestutzt. Prinzipiell spielt die Geometrie beim italienischen Garten eine große Rolle – nichts wird dem Zufall überlassen.

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