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Du bist hier: Startseite » Gartengestaltung » Japanischer Steingarten – Entspannung durch Kies und Stein

Wer einen Garten anlegen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Stilen und Pflanzenarten. Ein japanischer Steingarten kommt fast völlig ohne Pflanzenbewuchs aus. Mithilfe von Kies, Sand und Stein kann dennoch eine schöne Atmosphäre erschaffen werden. Gartenbau-Wissen.de sagt Ihnen, was Sie beim Anlegen beachten müssen.

Japanischer Steingarten

Ein japanischer Steingarten kann mit verschiedenen Steinarten gestaltet werden. - © Sandra Neumann by Pixelio.de

Ein japanischer Steingarten ist in der Miniaturausführung bekannter als sein großes Ebenbild. Aber auch als begehbarer Steingarten kann dieser auf dem eigenen Grundstück angelegt werden. Der Garten dient der Förderung von Meditation und Entspannung, daher ist seine Pflege besonders wichtig. Somit gilt es, einige Kriterien bei der Errichtung zu beachten. Einen Steingarten anzulegen, bedarf es spezieller Steine, die in einer idealisiert angelegten Natur harmonisch arrangiert werden. Dabei darf ein als Wasserlauf oder ein einem Gebirge ähnlich gestalteter Bereich mit Felsbrocken nicht fehlen.

Beim Anlegen eines japanischen Steingartens gilt es einiges zu beachten

Grundsätzlich sollten Sie eine ausreichend große Fläche zur Anlage eines japanischen Steingartens bereithalten. Ähnlich eines Alpengartens dominieren hierbei verschieden große Gesteinsbrocken. Allerdings unterscheidet sich der japanische Garten grundlegend von Gärten anderer Art, indem bei dessen Anlage fast gänzlich auf Pflanzenbewuchs verzichtet wird. Einzig Moos, das sich auf den Steinen bilden kann, wird in einem japanischen Garten geduldet. Mit auf der Fläche ausgelegten Kies lässt sich der Bewuchs störenden Unkrauts eindämmen. Das Gartenambiente kann aber durch alternative Gärten mit verschiedenen Pflanzengewächsen durchaus ergänzt werden. Beim Anlegen eines Kräutergartens beispielsweise können ebenfalls Stein und Kies verwendet werden. Somit wirkt dieser als Pendant zum japanischen Steingarten.

Ein japanischer Steingarten vereint das Zusammenspiel von Stein und idealisierter Natur

Das vorherrschende Erscheinungsmerkmal in einem japanischen Steingarten ist die asymmetrische Anlage der Gesteinsbrocken. Unterschiedlich große Felsbrocken können dabei in Gruppen oder einzeln arrangiert werden. Den Steingarten anzulegen bedarf es mehrerer helfender Hände, da die Gesteinsmassen ein größeres Gewicht haben können. Kies, Sand und große Gesteinsbrocken können bei der Anlage des Gartens genutzt werden. Danach werden Muster in den Kies geharkt, sodass wellenförmige Bewegungen zum Vorschein kommen. Die fließenden Formen werden dabei vom Felsinneren nach außen gestaltet, um den Eindruck eines Gewässers zu assoziieren. Dem Prinzip buddhistischer Mönche folgend, tritt die meditative Wirkung beim Harken ein. Es entsteht ein Kiesgarten, der die größeren Gesteine miteinander verbindet. Die durch das Harken entstandenen Wellenformen müssen möglicherweise nach einem Regenschauer oder starken Wind erneuert werden. Dennoch sorgen sie für eine idealisierte Natur, welche die künstlich arrangierten Steine hervorruft.

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