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Naturnaher Garten

Im naturnahen Garten können die Blumen wachsen, wie es ihnen gefällt © MEJones - stock xchng

Auch wenn für viele Menschen der eigene Garten ein Ort ist, an dem sie sich der Natur besinnen, so ist und bleibt jede Form der Gartengestaltung ein Eingriff in die Natur. Dabei wird mal mehr (z.B. beim strikten Japanischen Garten), mal weniger (z.B. beim chaotischen mediterranen Garten) auf das natürliche Wachstum der Pflanzen eingegriffen. Doch es gibt einen neuen Trend in der Gartengestaltung, bei dem die Rückkehr zum Ursprung der Natur großgeschrieben wird: Der naturnahe Garten.

Ein naturnaher Garten erfreut die heimische Flora und Fauna

Beim Anlegen eines naturnahen Gartens wird nicht nur sehr darauf geachtet, die Pflanzen so wenig wie möglich einzuschränken. Regionale Gewächse bekommen so viel Platz zum Wachsen, wie sie brauchen. Einen kurzgeschorenen Rasen sucht man im Naturgarten vergebens. Schmetterlinge und andere Insekten fühlen sich in einer wilden Blumenwiese schließlich viel wohler. Der naturnahe Garten hat nämlich auch den Anspruch, der heimischen Tierwelt Unterschlupf zu bieten. Beim Anlegen des Gartens werden also ruhige Ecken für Igel, Vögel usw. eingeplant. Durch die Anlage eines naturbelassenen Gartenteichs schafft man zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten für heimische Tiere, zum Beispiel für Kröten und Schnecken.

Naturnaher Garten oder Biogarten?

Noch einen Schritt weiter als im naturnahen Garten geht man im Biogarten: Um so wenig wie möglich in die natürliche Welt der Pflanzen einzugreifen, verzichten die Gärtner vollständig auf unnatürliche Helfer, wie zum Beispiel auf chemische Dünger oder Insektizide. Dies erschwert zwar die Aufzucht von frischem Obst und Gemüse. Andererseits sind die geernteten Lebensmittel frei von giftigen Stoffen. Der Biogarten ist also eine Form des naturnahen Gartens, die vor allem jenen Menschen ans Herz gelegt sei, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen.

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