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Du bist hier: Startseite » Rasen » Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Rollrasen verlegen lassen wollen

Der Rasen muss ausgesät werden, es muss für Bewässerung und die richtige Rasenpflege gesorgt werden und es gibt immer die Gefahr, dass die Saat nicht richtig aufgeht. Eine schnelle Lösung ist hier das Verlegen von Rollrasen. Der vorkultivierte Fertigrasen wird in gerollten Matten geliefert und im Garten verlegt. Damit der Rasen eine ebene Fläche bildet und sich seine Wurzeln im Boden verankern, müssen Sie aber einige Dinge beachten.

Praktisch jeder Gartenbesitzer wünscht sich einen satten, grünen Rasen in seiner heimischen Oase. Bis der Rasen aber seine schöne Form erhält, muss man ihm etwas Zeit geben und ihn perfekt pflegen. Ungeduldige Menschen greifen lieber zum Rollrasen. Wie aber muss man den Rollrasen auslegen und was kostet der fertige Rasen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Folgenden.

Den Rollrasen kaufen

Rollrasen, auch Fertigrasen genannt, finden Sie heutzutage in immer mehr Gärtnereien und natürlich auch im Internet. Die Unternehmen ziehen den Rasen auf großen Flächen an, bis er eine ausreichend dichte Grasnarbe erreicht. Anschließend schälen spezielle Maschinen den Rasen inklusive einer dünnen Bodenschicht ab und rollen ihn ein. Eine Rolle enthält etwa einen qm Rasen. Bei den Händlern finden Sie meist auch Rollrasen Preise je Quadratmeter (oder Rolle), sodass Sie die Kosten, um einen Rollrasen verlegen zu können, relativ einfach berechnen können.

Rollrasen © Huskyherz / Pixabay.com

Rollrasen ist ein Rasen den es in folgenden Ausführungen gibt:

  • Spielrasen: Diese Rasenart ist pflegeleicht und strapazierfähig. Sie eignet sich für Familien mit Kindern, die im Garten spielen wollen. Die verwendeten Grasarten sind besonders robust und regenerieren sich zügig, sodass keine kahlen Stellen in der Rasenfläche entstehen.
  • Mediterranrasen: Dieser Sommerrasen hat eine dichte Grasnarbe mit einer dunklen Färbung. Geeignet ist der Mediterranrasen insbesondere im Süden Deutschlands, da er gegen Trockenheit resistent ist.
  • Schattenrasen: Sollte Ihr Garten überwiegend im Schatten liegen oder die Lichtverhältnisse Ihres Gartens durch große Bäume schlecht sein, müssen Sie sich für einen Schattenrasen entscheiden. Diese Variante eignet sich für schattige und halbschattige Gärten, jedoch bleibt es unter Nadelbäumen weitestgehend kahl, da an diesen Stellen ein großer Wasserentzug herrscht.

Neben den drei genannten Rasenarten gibt es noch den Premiumrasen, dessen Grasnarbe besonders gleichmäßig wächst. Außerdem ist sie sehr dicht und der Rasen ist generell äußerst strapazierfähig und robust – im Grunde vereint er die Vorteile aller anderen Rasenarten.

Liste mit Materialien und Werkzeug, um Rollrasen zu verlegen

Sobald Sie sich für diesen Rasen entschieden haben, kann das auslegen beginnen. Nun kann die Vorbereitung des Rollrasens starten. Beachten Sie, dass Sie dabei zügig vorgehen müssen, da der Rasen 36 Stunden nach dem Abschälen bereits faulen kann.

Vor den eigentlichen Arbeiten sollten Sie prüfen, ob Sie alle nötigen Materialien und Werkzeuge zum Rasen anlegen besitzen:

  • Materialien: Dünger, Rasensand, Gründgutkompost, Rasensprenger.
  • Werkzeuge: Handschuhe, Rasenwalze, Rechen, Motorhacke, Spaten, Sodenschneider.

Hinweis: Die Motorhacke ist optional und wird eher für Neubaugrundstücke benötigt. Hier haben Baumaschinen den Boden so stark verdichtet, dass er zunächst aufgelockert werden muss. Eine Motorhacke müssen Sie für das Rollrasen Untergrund vorbereiten nicht erwerben. Leihen Sie das Gerät in einem Baumarkt aus.

Vor dem auslegen des Rollrasens den Untergrund vorbereiten

Besitzen Sie einen alten Rasen, den Sie ersetzen wollen? Dann müssen Sie diesen zunächst entfernen. Leihen Sie sich einen Sodenschneider aus, der Ihnen bei dieser Arbeit unter die Arme greift. Eine Alternative: Sie graben die Rasenfläche mit einem Spaten um und der Rasen verschwindet in der Erde. Dadurch müssen Sie ihn nicht abtransportieren und kompostieren, haben aber später mehr Arbeit beim Planieren des Bodens.

Für welche Art der Vorbereitung Sie sich entscheiden, spielt keine große Rolle. Wichtig ist, dass Sie die Arbeiten korrekt ausführen und der Boden am Ende glatt, fest und frei von Wurzelwerk sowie Steinen ist, bevor Sie den Rollrasen verlegen.

Graben Sie nun den Erdboden um und achten Sie darauf, dass saubere Erde oben liegt. Entfernen Sie sämtliche Unreinheiten wie Wurzeln, Steine sowie große Erdklumpen. Arbeiten Sie auch den Starterdünger ein, um den Rollrasen optimal zu düngen. Verteilen Sie als Nächstes die Erde mit einer Harke gleichmäßig im Garten, um den nächsten Schritt zu erleichtern: Ebnen Sie den Boden mit der Rasen-walze, bis eine gerade Fläche entsteht.

Am Ende sollte der Boden glatt und dicht sein, sodass der Rollrasen perfekt auf einer Ebene verlegt werden kann. Das ist nicht nur für seinen Wuchs wichtig, sondern auch die spätere Pflege. Auf einem unebenen Rasen bleibt der Rasenmäher hängen und hinterlässt unschöne Stellen in der Grasschicht.

Hinweis: Den vorbereiteten Boden sollten Sie etwa eine Woche ruhen lassen. So kann sich die Erde absetzen und es werden ideale Bedingungen für das Grün geschaffen. Beachten Sie diese Ruhezeit, wenn Sie den Rollrasen bestellen, damit er nicht zu früh geliefert wird.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Rollrasen-Verlegen

Nach der Ruhezeit kann das eigentliche legen starten. Die ideale Jahreszeit zum Rollrasen-Verlegen ist übrigens der Frühling oder Herbst (ab April und spätestens im September), wenn es weder zu warm noch zu kalt ist. Außerdem haben diese Jahreszeiten mehr Regentage, die die Verankerung des Rollrasens beschleunigen.

Bevor Sie nun den Rollrasen verlegen, sollten Sie Volldünger aussäen, damit die Gräser alle Nährstoffe erhalten, die Sie während ihrer Anwachsphase benötigen. Nun kann die Arbeit losgehen:

  • Fangen Sie an einer Ecke Ihrer Gartenfläche mit dem Verlegen des Rollrasens an.
  • Rollen Sie die Rasenstücke aus und verlegen Sie diese lückenlos.
  • Verwenden Sie ein altes Messer, um die Rasenstücke passend zuzuschneiden.
  • Werfen Sie den Verschnitt nicht weg, da er unter Umständen an einer anderen Stelle eingefügt werden kann.
  • Drücken Sie die gesamte Grünfläche abschließend mit der Rasenwalze an, um einen Kontakt durch das anwalzen zwischen dem Erdboden und den Wurzeln der Gräser herzustellen.
  • Fahren Sie den Boden mehrmals ab, sowohl in Quer- als auch Längsbahnen.
  • Treten Sie immer nur auf bereits verdichtete Bereiche.

Den Rollrasen nach dem Verlegen bewässern und pflegen

Nach dem auslegen sollten Sie einen oder mehrere Rasensprenger positionieren und den neuen Rollrasen wässern. Experten empfehlen Wassermengen von 15 bis 20 Litern je Quadratmeter. Außerdem muss der Rasen zwei Wochen lang feucht gehalten werden.

Achtung: Noch können Sie den Rasen nicht verwenden, auch wenn Sie ihn mit Vorsicht betreten dürfen. Geben Sie ihm bis zu sechs Wochen Zeit, bevor Sie ihn stark belasten.

Nach dem Verlegen und das Bewässern müssen Sie den Rasen bei einer Schnitthöhe von etwa 60 bis 80 Millimetern erstmals schneiden. Kürzen Sie die Schnitthöhe auf rund 40 Millimeter beziehungsweise 50 Millimeter im Schatten.

Nach mehr als einem Monat haben Sie einen voll funktionsfähigen Rasen, den Sie wie gewohnt pflegen: Regelmäßig wässern und den Rasen mähen. In der Zeit von März bis September müssen Sie Ihren Rasen außerdem düngen. Ein handelsüblicher Rasenlangzeitdünger ist ausreichend. Beachten Sie die Empfehlungen des Herstellers.

FAQ: Rollrasen verlegen

Abschließend möchten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Rollrasen in dem nachfolgenden FAQ beantworten:

Wann sollte man Rollrasen verlegen?

Rollrasenflächen können Sie im Regelfall ganzjährig verlegen. Das Verlegen im Winter ist dennoch nicht zu empfehlen, da der Boden hart ist und es vorkommen kann, dass der Rasen nicht richtig verwurzelt. Verlegen Sie den Rollrasen lieber im Frühling.

Was kostet es Rollrasen zu verlegen?

Die Kosten für das Verlegen von diesen speziellen Rasen hängt zunächst einmal von der Art der Grünfläche ab. Einen Spielrasen gibt es für weniger als zehn Euro pro qm (Verlegen und andere Arbeiten durch einen Profi inbegriffen). Teurer sind mediterrane Rasen sowie Premium-Supra-Rasen. Sparen können Sie natürlich, wenn Sie das Verlegen in Eigenregie ausführen. Einen Spielrasen erhalten Sie für etwa fünf Euro je Quadratmeter. Je größer die zu verlegende Fläche, desto niedriger ist im Regelfall der Preis für den Rollrasen.

Wie lange kann man Rollrasen verlegen?

Diese spezielle Grünfläche ziert Ihren Garten nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über. Wichtig ist dabei nur, dass man beim Verlegen alles richtig gemacht hat, damit er nicht austrocknet.

Rollrasen verlegen auf alten Rasen, geht das?

Nein, wenn der alte Rasen nicht mehr gesund ist oder durch eine hochwertigere Rasenart ersetzt werden soll, muss er entfernt werden.

Soll ich den Rollrasen von einem Profi verlegen lassen?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Die Verlegearbeiten sind für Heimwerker ohne Frage leichter als für ungeübte, und lediglich mit relativ viel Arbeit verbunden.

FAZIT: Rollrasen ist praktisch, günstig und somit die perfekte Alternative zum gewöhnlichen, ausgesäten Rasen. Mit der Hilfe eines versierten Gartenbauers sparen Sie nicht nur Zeit, sondern können sich auch darauf verlassen, dass das Verlegen professionell vonstatten geht.

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