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Du bist hier: Startseite » Gartenpflege » Sich selbst versorgende Pflanzen während der Urlaubszeit, geht das?

Mit gemischten Gefühlen blickt der Pflanzenfreund derzeit der Urlaubszeit entgegen. Einerseits ist die Vorfreude auf die verdiente Auszeit groß, andererseits möchte man auch, dass es währenddessen den Gewächsen auf Balkon, Terrasse oder auf dem Fensterbrett im Innenbereich an nichts mangelt. Wohl dem, der einen lieben Nachbarn hat, der die Versorgung übernimmt. Doch was tun, wenn auch dieser schon längst in seinem Ferienhaus an der Ostsee weilt?

Wer gießt, wenn der kleine Gärtner mal nicht kann? - © RocketScientistJan by flickr.com

Aber es gibt sie: komfortable Lösungen, die ihre Pflanzen vor dem Austrocknen schützen. Sogenannte Bewässerungssysteme erkennen den Trockenheitszustand der Pflanze und versorgen sie dementsprechend mit dem lebensspendende Nass. Besonders bewährt haben sich Systeme, die mithilfe einer Pumpe das Wasser aus einem entsprechend großen Gefäß über Schläuche und sogenannte Tropfer in ihre Pflanzenerde befördern.

Als praktisch, preisgünstig und äußerst unkompliziert erweist sich die Bewässerung mittels einer in die Erde gesteckten und mit Wasser gefüllten PET-Flasche. Auf den Verschluss schraubt man im Handel erhältliche Aufsätze (sogenannte Spikes) und steckt diese Vorrichtung leicht schräg in das Erdreich. Diese Art der Befeuchtung erweist sich als äußerst zuverlässig. Der einzige Nachteil dürfte wohl beim Anblick der etwas unschönen und primitiv anmutenden Helferlein zu sehen sein. Deshalb gibt es im Handel wunderschöne Glaskugeln mit Tonsteckern zu kaufen, die nach demselben Prinzip ihre Pflanzen versorgen und gleichzeitig ein höchst dekorativer Blickfang sind. Der Nachteil: Der Inhalt einer gut gefüllten 1,5 l Flasche versorgt ihre Pflanzen i.d.R. deutlich länger, als die Dekokugel.

Ein Tipp- ebenso einfach wie effektiv- ist der des Wasserziehens mittels Baumwollfäden. Ein paar Eimer, voll mit Wasser dienen als „Quelle“, nun nur noch die Blumenkästen und Kübel rundum drapieren. Das eine Ende des Fadens hält Kontakt mit dem Wasserspender, während das andere zu den Wurzeln der Pflanzen führt. Um das „Fließen zu erleichtern, sollte der mit Wasser gefüllte Eimer höher als die Pflanzen selber gestellt werden.

Wer generell seine alten Blumenkästen in Kürze gegen neue austauschen möchte, dem seien die sogenannten „schlauen“ Blumenkästen empfohlen. Die Pflanzen werden auf einen durchlässigen Zwischenboden gepflanzt, direkt darunter befindet sich ein Wassertank, der die Pflanzen automatisch feucht hält. Ein roter Anzeiger im Röhrchen, ähnlich wie bei der Hydrokultur, gibt Auskunft über den Wasserstand im Reservoir. Bei optimaler Befüllung kann man schon einmal für eine knappe Woche seinem zu Hause den Rücken kehren.

Entspannt in den Urlaub fahren: Mit den zuvor genannten und vor allem erprobten Methoden wird es für den Pflanzenfreund bestimmt keine bösen Überraschungen nach der Rückkehr aus den Ferien geben.

Ein kleiner Tipp am Schluss: Egal, für welche Art Bewässerung man sich letztendlich in der Urlaubszeit entscheidet, am besten man probiert die eine oder andere Möglichkeit schon einmal vorher aus, damit, wenn´s darauf ankommt, keines der Pflänzlein Durst leiden muss.

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