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Streusalz

Handelsübliches Küchensalz eignet sich nicht zur Verwendung als Streusalz. © monropic – Fotolia.com “streusalz und pflanzen”

Es ist günstig in der Anschaffung, einfach auszubringen und hilft wirksam gegen Glatteis: das Streusalz. Das macht es im Winter zum beliebten Streumittel, auf privaten Wegen und öffentlichen Straßen. Doch spätestens im Frühjahr zeigt sich, dass die weißen Körner nicht so wirtschaftlich und unbedenklich sind, wie zunächst gedacht – denn handelsübliches Streusalz kann Pflanzen durchaus schaden.

Praktisch gegen Eis – Gift für den Boden

Wenn der erste Schnee fällt und alles mit hübschen weißen Flocken bedeckt ist das für die meisten ein Grund zur Freude. Spätestens, wenn nicht nur nett anzusehender Niederschlag, sondern auch Glatteis das Straßenbild bestimmen, verlieren aber auch die härtesten Winterfans die Lust an der kalten Jahreszeit und greifen lieber zum Streusalz als zum Schlitten. Hätten Rose und Buche da ein Wörtchen mitzureden, würde das Salz im Beutel bleiben. Und das nicht nur weil Pflanzen für gewöhnlich kein Problem mit glatten Wegen haben. Aber spätestens, wenn das Streusalz seinen Dienst getan hat und zusammen mit dem geschmolzenen Eis in der Erde verschwindet, vergällt es Bäumen und Büschen das unbeschwerte Dasein. In der Erde angekommen vernichtet das Streumittel zunächst Bakterien und andere Kleinstlebewesen. Klingt erst mal praktisch und angenehm sauber, ist es aber nicht. Denn eben diese winzigen Bewohner sorgen im Normalfall für einen nährstoffreichen und gut durchlüfteten Boden und damit für die Lebensgrundlage aller Pflanzen. Als Folge verschlämmt der Boden und verliert zahlreiche Nährstoffe. Doch damit nicht genug, das Streusalz dringt gelöst auch in Wurzeln und den ganzen Rest der Pflanze ein und zerstört dort Zellen. Deutlichste Beispiele bei allen Überlebenden sind braune Blattränder, verkümmerte Triebe und entstellte Blüten. Salz in großen Mengen ist also ein denkbar ungünstiger Dünger und als Streumittel auch nur dann geeignet, wenn Sie nicht allzu sehr an Ihren Pflanzen hängen.

Einfach ätzend – Warum schon der erste Kontakt schlimme Folgen hat

Was sich auf Ihren Schuhen als matte Beläge und weiße Ränder bemerkbar macht und auf Dauer das Material zerstört wird auch Bäumen und Büschen zum Verhängnis. Denn lange bevor das Streusalz aufgelöst in den Boden sickert und Ihren Pflanzen dort die Ernährungsgrundlage entzieht, kann es bereits große Schäden an der Pflanzenoberfläche erzeugen. Löst sich das Streumittel im Eiswasser, kann es als Spritzwasser auf Rinde, Blätter und alle anderen Pflanzenteile gelangen. Da angekommen lässt es Zellen absterben, stört so die Versorgungskanäle und macht die Pflanze anfälliger für Keime und Parasiten. Pflanzen, die direkt am Wegesrand stehen und dadurch großen Mengen Streusalzes ausgesetzt sind, können so schon im Winter erhebliche Schädigungen davon tragen – auch wenn diese erst im Frühjahr sichtbar werden.

Ob auf privaten Geh- und Gartenwegen oder auf öffentlichen Straßen – Streusalz kann langfristig nicht nur Pflanzen, sondern auch dem Budget schaden. Denn die notwendig werdende Pflege der Bäume und Büsche sowie im schlimmsten Fall Neupflanzungen schlagen schnell richtig zu Buche.

Gastautor: Adam Günther

2 Kommentare

  1. Kendrick Mendez sagt:

    Auftausalz greift auch die Vegetation an, besonders empfindlich sind die oftmals an Straßen gepflanzten Linden . Aber auch Ahorne , Rosskastanien , Roteichen und Fichten reagieren empfindlich auf die erhöhten Ionen-Konzentrationen im Boden (siehe auch: Osmoregulation ). Dauerhaft hohe Salzkonzentrationen an Straßenrändern können zur Ansiedelung von salzliebenden Küstenpflanzen im Binnenland führen.

  2. carnosine eye drops sagt:

    Warum sollte man Große Mengen Streusalz kaufen? Große Mengen Streusalz haben einen großen Vorteil, denn man sollte sich Gedanken machen über seine Mitmenschen , genauso wie den Menschen in seiner Umgebung. Jeder Mensch möchte gerne einen rutschfreien Bürgersteig betreten, und genau sie haben dafür zu sorgen ihn halbwegs ungefährlich zu machen.

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